Eine Krankenversicherung für die Katze
wäre hier eine schöne Sache gewesen.
Wenn so etwas passiert, tut einem das arme Tierchen erst einmal unendlich leid, und in erster Linie ist es natürlich für die Katze eine schmerzliche Angelegenheit, aber es ist keine lebensbedrohliche Situation. Zum Glück gibt es fähige Tierärzte und im besten Fall, wie bei uns, sogar eine richtig gute Tierklinik in der Nähe.
Aber es gibt auch noch den Aspekt der Kosten, die daraus entstehen, und das ist in einem solchen Fall keine Kleinigkeit.
Mimi ist bei weitem nicht meine erste Katze. Ich bin auf einem Bauernhof groß geworden und da gehörten Katzen immer mit dazu. Allerdings war da niemals eine Krankenversicherung für die Katzen ein Thema. In Mimis Fall jedoch wäre das die lohnendste Idee dieses kleinen Katzenlebens gewesen, für mich! Denn: billig war es nicht.
haben wir nicht gesehen, aber vermutlich hat sich Mimi wohl neugierig in unserem Carport, den wir auch als Holzwerkstatt nutzen, umgesehen. Sie steigt gerne in luftige Höhen, wenn sich dafür Klettermöglichkeiten finden lassen. Wie es genau passiert ist, darüber kann man nur spekulieren. Wir haben nur den Knall gehört. Sie muss wohl von irgendwie von oben einen Absprung gewagt haben, der zur Folge hatte, dass eine Latte oder kleiner Balken, der aufrecht an der Wand lehnte, umfiel, und ihr auf das Schienbein fiel. Soweit die Herleitung.
Das Resultat könnt ihr unten auf der Röntgenaufnahme erkennen.
Und wenn ihr noch ein bisschen mehr über die Geschichte von Mimis Beinbruch lesen wollt, dann schaut mal hier.
waren ein Notfalltermin in der Klinik und eine lange Wartezeit, denn es war ein Sonntag. Auch die Untersuchung hat sich lange hingezogen. Am Ende waren es knapp vier Stunden, mit dem Ergebnis: Das Bein muss operiert werden. Ein Glücksfall war jedoch, dass wir eine renommierte Veterinärklinik im Nachbarort haben.
Dort sind wir dann vorstellig geworden.
Als die Untersuchung am späten Nachmittag abgeschlossen war, und sonntags keine OPs stattfanden, bekam ich die Frage gestellt, ob ich sie über Nacht dort lassen wollte oder sie mit nachhause nehme.
Um Kosten zu reduzieren, nahm ich sie mit.
Eine Spritze mit Beruhigungs- und Schmerzmitteln und dann zu Hause eine kleine, provisorische Krankenstation eingerichtet, damit die Nacht gesichert war.
Am nächsten Tag wurde sie dann operiert.
hat man, wenn man an der Stelle im Vorhinein eine OP-Versicherung für das Tier abgeschlossen hatte. Leider war das bei uns nicht der Fall und am Ende hat es fast 2.500 Euro gekostet.
Es waren zwei Operationen, im Abstand von ca. 10 Wochen. Dazwischen lagen pro Woche einmal ein Verbandswechsel und zwei Kontrollröntgenaufnahmen, über den Verlauf der Heilung, d. h. der Kallusbildung.
Die Höhe der Tierarztkosten war zwar bitter, und die lange Zeit, die es gedauert hat, bis Mimi wieder ein uneingeschränktes, freies Katzenleben führen konnte, strapazierte durchaus unsere Nerven, aber das Gute ist: Nichts dauert ewig.
Wir haben es also irgendwie überstanden.
Und seitdem haben wir eine Tierkrankenversicherung und fühlen uns damit sehr wohl – ein gutes Gefühl!